Adieu 2017






So, heute ist es wieder so weit. Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende zu und wir verabschieden uns von einem impulsivem Jahr, das viel Stress, Freuden, Tränen, Lachen, Kummer, Verzweiflung, Durchhaltevermögen,  Disziplin, neue Freunde, Erfahrungen und vieles mehr mit sich brachte.
Ich bin mal ganz ehrlich, ich bin kein großer Fan von Silvester. Die Erwartungen werden immer auf ein Maximum hoch gesetzt an alles, obwohl es genau genommen ein Tag wie jeder andere ist.
Allein der ganze Stress und die permanente Fragerei schon einige Wochen zuvor, wer was wo mit wem an Silvester feiert. Da vergeht einem regelrecht doch schon die Lust…
Wegfahren -oder fliegen ist auch keine Option, bei den völlig überteuerten Preisen kann sich das niemand leisten.
In den Clubs werden Wucherpreise verlangt, teilweise allein das doppelte für den Eintritt, aber bieten sie dadurch auch ein doppelt so gutes Programm? Nein… es ist das Gleiche, wie an jedem anderen Abend auch.. Was sich verdoppelt ist die Anzahl der Menschen, die viel betrunkener und anstrengender sind, als sonst. Im Anschluss ein Taxi zu finden, kann dann schon mal zu einer Lebensaufgabe werden. Obwohl die MVG heuer anbietet, die ganze Nacht durchzufahren.
Ich habe aus den vergangenen Jahren gelernt, wenn man die Erwartung und Hoffnungen an die Silvesternacht zu hoch setzt, ist die Enttäuschung am Ende auch ziemlich groß. Natürlich kommt es darauf an, was man daraus macht, aber viele Leute die ich kenne, planen nichts Spektakuläres mehr an Silvester… Ich muss sagen, vielleicht auch den damaligen Umständen entsprechend, war mein bestes Silvester mit meiner Mama im Bett zu liegen und zu reden. Vom Bett aus das Feuerwerk draußen betrachten und um kurz nach Mitternacht schlafen zu gehen. Kein Stress. Kein großer Geldaufwand. Kein Kater. Keine Enttäuschung. Ganz einfach: Enjoy the simple things in life.
Mir ist es wirklich nicht wichtig, auf der perfekten Party zu sein. Mir ist es nur wichtig, einen stressfreien, lustigen Abend, mit gutem Essen und Trinken zu haben.

Bevor wir den Jahreswechsel einläuten, möchte ich euch noch die ein oder anderen Dinge, die mich 2017 bewegt und beeinflusst haben, erzählen…

What happened…
Es war definitiv ein turbulentes Jahr, 2017, ich habe mich mehr den Verpflichtungen hingegeben, als auf mich zu achten, mich glücklich zu machen beziehungsweise mich Dingen zu widmen, die mir Freude bereiten.

Ich hab meinen geliebten Kater verloren. Er war zwar schon 14 Jahre, aber hat mich fast die Hälfte meines Lebens begleitet. Es wäre egoistisch gewesen, ihn länger am Leben zu erhalten, nur weil man ihn nicht gehen lassen kann, aber es hat mir das Herz gebrochen..

Ich habe eine Prüfung zweimal vergeigt, sodass ich jetzt am 10.02.18 vor dem Drittversuch stehe…

Der 10.02 ist auch so ein Datum, das mich regelrecht sprachlos werden und erstarren lässt. 2018 ist es der 2. Todestag meiner Mama, die ich jeden Tag so schrecklich vermisse, dass es weh tut. Mit so einem Gedanken tagtäglich aufzuwachen und schlafen zu gehen… Aber meine Psychotherapeutin hilft mir seit 1,5 Jahren sehr, mit meiner Trauer umzugehen und die Steine, die sich im Alltag zusätzlich platzieren, zu meistern.

Ich habe zum 6. Mal in Folge das Oktoberfest als Bedienung gemacht. Darauf bin ich sehr stolz, da es wirklich so viel von einem Menschen abverlangt und man definitiv an seine Grenzen kommt. Ja, ich kann behaupten, ich bin ziemlich strapazierfähig und kann die Zähne zusammenbeißen.

Mein momentaner Job macht mich auch alles andere als glücklich. Versteht mich bitte nicht falsch, ich liebe es Kunden zu beraten, in dem Punkt macht mir der Job auch unendlich viel Spaß, aber von Spaß kann ich meine Miete leider nicht zahlen. Für das Herzblut was ich reinstecke, wird es weder wertgeschätzt, noch entsprechend honoriert. Ich bin seit 9 Monaten nun dabei und habe so viele kommen und gehen sehen. Aber es gibt auch immer diejenigen die es machen und diejenigen, die es mit sich machen lassen. Eigentlich ist dieser Punkt besser in der Kategorie 'Veränderungen' aufgehoben.



Veränderungen
Ich weiß nicht, wieso ich an diesem Punkt der Veränderung meines Lebens und Gedanken genau jetzt am Jahresende stehe. Es ist definitiv nicht beabsichtigt, da ich nie ein Mensch war, der sich Neujahres Vorsätze zurecht gelegt hat und/ -oder die dann sehr ernst genommen hat.
Ich bin ein (kleiner) Chaot in Sachen Ordnung, sowohl in der Wohnung, als auch in meinem Kopf. Meine Oma hat mir zu Weihnachten das Buch "Secret" geschenkt, indem es um das Gesetz der Anziehungskraft geht, spezialisiert auf die Gedanken die man hat. Ich bin definitiv der Meinung, dass alles einen Sinn hat, wieso es passiert, auch wenn wir es nicht immer (gleich) verstehen. Eigentlich bin auch ein Mensch, der nur einmal im Jahr mit einer Erkältung krank ist, die letzten zwei Jahre hingegen betrachtet, war ich ganz schön häufig krank und im Krankenhaus…mein Körper hat mir gezeigt, dass ich nicht zufrieden mit den damaligen Situationen war und die mich regelrecht krank gemacht haben.
Ich versuche wirklich alles positiv zu sehen, auch wenn es nicht immer leicht fällt.
Kleiner Tipp am Rande, versucht mal eure Wünsche und Gedanken ausschließlich positiv zu formulieren.
Es gibt keine Verneinung: ich will keinen Stress, das wird als 'ich will Stress' weitergegeben. Versucht es doch mal mit der Formulierung: "Ich werde stressfrei leben."

Ich bin kaufsüchtig. Das weiß ich schon länger, aber mit einem geeigneten Finanzplan werde ich das im neuen Jahr angehen. Mit Klamotten kann man sich vielleicht temporär zufrieden stellen, aber kein Glück erkaufen.

Definitiv will ich mich wieder der Fotografie mehr widmen.

Ob 2018 mein Jahr wird, werden wir sehen… Was ich aber mit Sicherheit weiß, dass sich einige Dinge drastisch ändern werden und Dinge aus meinem Leben verbanne, die mir nicht gut tun.
Happy New Year's everyone!

Hier noch eine kleine Bilderreihe aus dem Jahr 2017 kunterbunt durchgemischt :D






































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